Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Cancer incidence in UK electricity generation and transmission workers, 1973-2008 epidem.

[Krebs-Inzidenz bei Arbeitern in der britischen Strom-Erzeugung und -Übertragung, 1973-2008]

Veröffentlicht in: Occup Med 2012; 62 (7): 496-505

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer Kohortenstudie in Großbritannien wurden die Wirkungen einer Exposition bei Magnetfeldern auf das Krebs-Risiko von Arbeitern in der Strom-Erzeugung und -Übertragung untersucht.

Weitere Details

Die Krebs-Inzidenz der Arbeiter-Kohorte wurde mit den erwarteten Werten auf der Basis der Inzidenzraten der Bevölkerung von England und Wales unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und Zeitraum verglichen.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (standardisierte Inzidenzrate (SIR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 Bevölkerung von England und Wales
Gruppe 2 Kohorte von Arbeitern in der britischen Strom-Erzeugung und -Übertragung

Population

Studiengröße

Typ Wert
Gesamtzahl 83.923
Anzahl auswertbar 81.842

Ergebnisse (lt. Autor)

Insgesamt lag die Krebs-Erkrankungsrate bei den männlichen und weiblichen Arbeitern in der britischen Strom-Erzeugung und -Übertragung leicht unter der Erwartung. Signifikante Erhöhungen wurden bei männlichen Arbeitern für Mesotheliom, Haut-Krebs (ohne Melanom) sowie Prostata-Krebs und bei weiblichen Arbeitern für Dünndarm- und Nasenhöhlen-Krebs gefunden. Die Inzidenz für Hirntumor lag bei Männern im erwarteten Rahmen und bei Frauen unterhalb der Erwartung. Die Inzidenz für Leukämie lag etwas unter der Erwartung für beide Geschlechter.
Genauere Analysen, bei denen der Beschäftigungsbeginn, die Beschäftigungsdauer, der Zeitraum seit Beschäftigungsende sowie Ort und Art der Tätigkeit berücksichtigt wurden, zeigten wichtige Unterschiede bei Mesotheliom und Leukämie auf. Die eindeutig beruflich verursachte Erhöhung bei Mesotheliom ging nicht mit einer entsprechenden erhöhten Rate von Lungen-Krebs einher (normalerweise wird das Verhältnis von 2:1 von Lungen-Krebs zu Mesotheliom bei der Ursache Asbest gefunden) und der Anteil des durch Asbest verursachten Lungen-Krebses ist in diesem Industriezweig niedrig. Das Leukämie-Risiko sinkt mit der Beschäftigungsdauer; eine sichere Interpretation dieses Ergebnisses ist nicht möglich. Die erhöhte Rate von Nasenhöhlen- und Dünndarm-Krebs ist wahrscheinlich nicht beruflich bedingt, jedoch wird die erhöhte Anzahl an Haut-Krebs vermutlich der Beschäftigung im Freien zuzuschreiben sein.

Studie gefördert durch

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