Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)

Exposure of rat brain to 915 MHz GSM microwaves induces changes in gene expression but not double stranded DNA breaks or effects on chromatin conformation. med./biol.

Exposition des Ratten-Gehirns bei 915 MHz GSM-Mikrowellen induziert Veränderungen bei der Genexpression, aber nicht bei den DNA-Doppelstrangbrüchen oder bei der Chromatin-Konformation.

Von: Belyaev IY, Koch CB, Terenius O, Röxstrom-Lindquist K, Malmgren LO, Sommer WH, Salford LG, Persson BR
Erschienen in: Bioelectromagnetics 2006; 27 (4): 295 - 306

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es sollte untersucht werden, ob eine Exposition des Ratten-Gehirns bei GSM (Global System for Mobile Communication)-Mikrowellen DNA-Strangbrüche, Veränderungen in der Chromatin-Konformation und in der Genexpression hervorruft.

Endpunkte

Exposition/Befeldung
Allgemeine Kategorie: digitales Mobiltelefon, GSM, Mikrowellen

FeldeigenschaftenParameter
915 MHz
gepulst (PW)
Expositionsdauer: kontinuierlich für 2 h
Leistung: 2 W Spitzenwert
SAR: 0,4 mW/g Durchschnitt über Masse (Ganzkörper)

Exponiertes System:
Tier (Art/Stamm): Ratte/Fischer 344
Ganzkörperexposition

Methoden
Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material: DNA/RNA (in vitro), Zellsuspensionen; Zell-Lysate
Untersuchtes Organsystem: Gehirn/ZNS, Milz, Thymus

Untersuchungszeitpunkt: nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die Mikrowellen-Exposition hatte weder Wirkungen auf die Konformation von Chromatin noch auf die DNA-Doppelstrangbrüche.
Im Kleinhirn aller exponierten Tiere wurden 11 Gene um das 1,34-2,74-fache hochreguliert und ein Gen um das 0,48-fache runterreguliert. Die induzierten Gene kodierten für Proteine mit verschiedenen Funktionen, einschließlich der Neurotransmitter-Regulation, Blut-Hirn-Schranke und Melatonin-Produktion.
Die Ergebnisse zeigen, dass GSM-Mikrowellen bei 915 MHz keine DNA-Doppelstrangbrüche oder Veränderungen in der Chromatin-Konformation hervorrufen, aber dass sie die Genexpression in Gehirn-Zellen der Ratte beeinflussen.
Da die athermischen Wirkungen von Mikrowellen von vielen physikalischen und biologischen Variablen abhängig zu sein scheinen, sollten die Ergebnisse dieser Untersuchung mit Sorgfalt mit anderen Studien verglichen werden, da dort diese Variablen unterschiedlich sind.

(Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie, Pilot-/Erkundungs-/Vorstudie)

Studie gefördert durch

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