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Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)Fetal Radiofrequency Radiation Exposure From 800-1900 Mhz-Rated Cellular Telephones Affects Neurodevelopment and Behavior in Mice. med./biol.Fötale hochfrequente Feld-Exposition bei 800-1900 MHz-Mobiltelefonen beeinflusst die Entwicklung des Nervensystems und das Verhalten bei Mäusen.
Von: Aldad TS, Gan G, Gao XB, Taylor HS Erschienen in: Sci Rep 2012; 2 : 312 ( Volltext, PubMed Eintrag, Journal Website )Ziel der Studie (lt. Autor) Um zu bestimmen, ob eine pränatale Hochfrequenz-Exposition zu einem gestörten Gedächtnis oder Verhalten nach der Geburt führt, machten die Autoren Untersuchungen zum Verhalten und zur Elektrophysiologie bei Mäusen, die in utero bei 800-1900 MHz Hochfrequenz-Befeldung durch Mobiltelefone exponiert waren. Hintergrund/weitere Details: 39 trächtige Mäuse wurden für 9 oder 15 Stunden pro Tag (n=6) oder für 24 Stunden pro Tag (n=33) während der Gestations-Tage 1-17 exponiert. 42 Mäuse wurden schein-exponiert. Der Gedächtnis-Test wurde mit 161 Jungtieren (82 exponierte Mäuse und 79 Kontroll-Mäuse) durchgeführt. Der Licht-Dunkel-Box-Test (Angst/Hyperaktivität) wurde mit 141 Jungtieren durchgeführt (71 exponierte und 70 Kontroll-Mäuse) und der Step Down-Test (ängstliches Verhalten) mit 98 Mäusen (47 Exponierte, 51 Kontrollen).
Die elektrophysiologischen Messungen wurden anhand von koronalen kortikalen Schnitten durchgeführt, die aus dem präfrontalen Gebiet des Gehirns und aus dem ventralen medialen Hypothalamus von 3-4 Wochen-alten Mäusen präpariert wurden (n=9-14). Endpunkte Exposition/Befeldung Allgemeine Kategorie: Mobilkommunikationssystem, Mobiltelefon, GSM | Feldeigenschaften | Parameter |
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800 - 1900 MHz  Expositionsdauer: kontinuierlich für 0, 9, 15 oder 24 Studen/Tag an Tag 1-17 der Gestation
| SAR: 1,6 W/kg
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FELD Detailliertere Expositionsparameter (in engl. Sprache) anschauenExponiertes System: Tier (Art/Stamm): Maus/CD-1 Ganzkörperexposition Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik - endokrine Veränderungen: Stress während der Gestation (Serum-Corticosteron-Gehalt an Tag 12; ELISA)
- Effekte auf das neurologische System: synaptische Wirkungskraft glutamaterger Synapsen: Miniatur-exzitatorische postsynaptische Potenziale (EPSP) in den Neuronen zweier unterschiedlicher Gehirn-Areale innerhalb der Hirn-Schnitte (Gesamtzell-Patch-Clamp)
- Kognitions-/Verhaltensendpunkte: Gedächtnis (Objekt-Wiedererkennungs-Test nach 8, 12 und 16 Wochen; verbrachte Zeit zur Untersuchung eines neuen Objektes im Vergleich zu vertrauten Objekten); Angst und Hyperaktivität (Licht-Dunkel-Box-Test im Alter von 12, 15 und 18 Wochen; Zeit, die im Dunkeln verbracht wurde und Anzahl der Übertritte ins Helle); ängstliches Verhalten (Step-Down-Assay nach 12 Wochen und im Erwachsenenalter (40 Wochen); auf einer Plattform verbrachte Zeit); Video-Kamera-Aufzeichnungen
Untersuchtes Material: Gewebeschnitt (in vitro) Untersuchung am lebenden Organismus Untersuchtes Organsystem: Gehirn/ZNS
Untersuchungszeitpunkt: während und nach der Befeldung
Hauptergebnis der Studie (lt. Autor) Die verschiedenen Tests deckten auf, dass die Mäuse, die in utero exponiert wurden, hyperaktiv waren, ein beeinträchtigtes Gedächtnis und verminderte Angst hatten. Die Aufzeichnung der Miniatur-exzitatorischen postsynaptischen Potenziale (EPSP) deckten auf, dass diese Verhaltens-Veränderungen aufgrund einer veränderten neuronalen Programmierung zustande kamen. Die exponierten Mäusen wiesen eine Expositions-Dauer-abhängige beeinträchtigte glutamaterge synaptische Übertragung an den Pyramidenzellen der Schicht V des präfrontalen Kortex auf (d.h. die synaptische Wirkungskraft der glutamatergen Übertragung nahm ab) und die Wirkungen waren nicht auf den Kortex beschränkt (die Wirkung wurde ebenfalls im ventralen medialen Hypothalamus gefunden).
Der Corticosteron-Gehalt der exponierten Muttertiere war nicht signifikant unterschiedlich zu dem der Kontroll-Weibchen, was Stress der Muttertiere als Quelle für die beobachteten Unterschiede im Verhalten und in der Elektrophysiologie der Jungtiere ausschließt.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine fötale Exposition bei 800-1900 MHz von Mobiltelefonen zu Veränderungen im Verhalten und in der Neurophysiologie führt, die bis zum Erwachsenenalter andauern. Weitere Experimente werden benötigt, um das Risiko einer Exposition während der Schwangerschaft abzuklären. (Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie, Blindstudie)
Studie gefördert durch - Environment and Human Health, Inc. (EHHI), USA
- National Institute of Child Health & Human Development (NICHD; U.S. National Institutes of Health), Maryland, USA
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Glossar: Angst, Assay, Befeldung, biologische, Blindstudie, CD, Corticosteron, Elektrophysiologie, ELISA, endokrine, Endpunkt, EPSP, exponiert, Exposition, exzitatorischen, fötale, Ganzkörperexposition, Gedächtnis, Gehirn, Gestation, GSM, Hochfrequenz, hyperaktiv, Hypothalamus, in utero, in vitro, Jungtiere, Kognitions, Kortex, kortikalen, MHz, Mobiltelefonen, neurologische, neuronalen, Neurophysiologie, Organismus, Patch-Clamp, postsynaptischen, Potenziale, präfrontalen, pränatale, präpariert, Pyramidenzellen, Risiko, SAR, schein-exponiert, Schwangerschaft, Serum, signifikant, Stamm, Stress, synaptische, synaptische Übertragung, Tier, ventralen, Verhalten, Voll-/Hauptstudie, ZNS |
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