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Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)

Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1,950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes. med./biol.

Hochfrequente elektromagnetische Felder (UMTS, 1950 MHz) induzieren genotoxische Effekte in vitro bei menschlichen Fibroblasten, aber nicht bei Lymphozyten.

Von: Schwarz C, Kratochvil E, Pilger A, Kuster N, Adlkofer F, Rudiger HW
Erschienen in: Int Arch Occup Environ Health 2008; 81 (6): 755 - 767 (PubMed | Journal-Webseite)

Ziel der Studie (lt. Autor)
Die Autoren wollten ihre Untersuchung, die im Rahmen des REFLEX-Projektes (s.a. Publikation 11910 und Publikation 9089) mit kultivierten humanen diploiden Fibroblasten und Lymphozyten durchgeführt wurde, die bei GSM-Signalen exponiert wurden, um die Exposition derselben Zelllinien mit UMTS-Signalen erweitern.
Information der Medizinischen Universität Wien vom 23.05.2008: Verdacht auf fehlerhafte Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin und die Presseinformation Wissenschaft und Ethik.
In einer Stellungnahme der Österreichischen Kommission für Wissenschaftliche Integrität vom 23.11.2010 konnten die Fälschungsvorwürfe nicht verifiziert werden.
Hintergrund/weitere Details:
Humane kultivierte Fibroblasten von drei unterschiedlichen Spendern und drei kurzzeitige humane Lymphozyten-Kulturen wurden exponiert. Positive und negative Kontrollen wurden bei jedem Satz von Experimenten eingeschlossen.

Endpunkt

Exposition/Befeldung
Allgemeine Kategorie: Mobilkommunikationssystem, digitales Mobiltelefon, UMTS

FeldeigenschaftenParameter
Feld 1: 1950 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 24 h
SAR: 0,05 W/kg
SAR: 0,1 W/kg
SAR: 0,5 W/kg
SAR: 1 W/kg
SAR: 2 W/kg
Feld 2: 1950 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4, 8, 12, 16, 20, 24 und 48 h
SAR: 0,1 W/kg
Feld 3: 1950 MHz
Expositionsdauer: intermittierend für 16 h: 5 min an/10 oder 20 min aus und 10 min an/10 oder 20 min aus
SAR: 0,1 W/kg

FELD Detailliertere Expositionsparameter (in engl. Sprache) anschauen

Exponiertes System:
intakte Zelle/Zellkultur (in vitro)
ES-1, IH-9, HW-2 (humane diploide Fibroblasten) und Lymphozyten

Methoden
Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material: DNA/RNA (in vitro), Zell-Lysate

Untersuchungszeitpunkt: nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die UMTS-Exposition erhöhte den "Comet Tail Factor" und induzierte Zentromer-negative Mikronuklei in den Fibroblasten in einer Dosis- und Zeit-abhängigen Weise. Bei den Lymphozyten wurde keine UMTS-Wirkung gefunden, weder bei unstimulierten noch bei den mit PHA-stimulierten Zellen.
UMTS-Exposition kann bei einigen, aber nicht bei allen humanen Zellen in vitro genetische Veränderungen verursachen.

(Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie, Blindstudie)

Studie gefördert durch

Zu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: alkalischer, Befeldung, biologische, Blindstudie, Comet-Assay, digitales, diploide, DNA, Dosis, Endpunkt, exponiert, Exposition, Fibroblasten, genetische, Genotoxizität, GSM, humanen, induzierte, intermittierend, in vitro, Lymphozyten, Lysate, Mikronuklei, Mobiltelefon, Mutation, negative Kontrollen, PHA, Reflex-Projektes, RNA, SAR, Signalen, Spendern, stimulierten, UMTS, Voll-/Hauptstudie, Zellen, Zellkultur, Zelllinien, Zentromer
Exposition: Mobilkommunikationssystem, digitales Mobiltelefon, UMTS

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