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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Childhood cancer and overhead powerlines: a case-control study. epidemiol.

Kinder-Krebs und Hochspannungsfreileitungen: eine Fall-Kontroll-Studie.

Von: Myers A, Clayden AD, Cartwright RA, Cartwright SC
Erschienen in: Br J Cancer 1990; 62 (6): 1008 - 1014 ( Externe Webseite öffnen Volltext, Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es wurde eine Fall-Kontroll-Studie in Großbritannien durchgeführt, um das Auftreten von Kinder-Krebs in Verbindung mit der Entfernung zu und der berechneten Stärke der Magnetfeldern von Hochspannungsfreileitungen zu untersuchen.

Endpunkte/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: ≥ 100 m 
Gruppe 2:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: < 100 m 
Gruppe 3:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: ≥ 75 - < 100 m (Untergruppe von Gruppe 2) 
Gruppe 4:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: ≥ 50 - < 75 m 
Gruppe 5:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: ≥ 25 - < 50 m 
Gruppe 6:  Entfernung zwischen der Wohnung des Kindes bei Geburt zu Hochspannungsfreileitungen: < 25 m 
Referenzgruppe 7:  Magnetfeldstärke: ≤ 0,01 µT 
Gruppe 8:  Magnetfeldstärke: > 0,01 µT 
Gruppe 9:  Magnetfeldstärke: ≥ 0,01 - < 0,1 µT (Untergruppe von Gruppe 2) 
Gruppe 10:  Magnetfeldstärke: ≥ 0,1µT 
Gruppe 11:  Magnetfeldstärke: ≥ 0,01 - < 0,03 µT 
Gruppe 12:  Magnetfeldstärke: ≥ 0,03 µT 

Population

  • Fallgruppe
    Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren
    Diagnose: Kinder-Krebs
    Beobachtungszeitraum: 1970 - 1979
    Studienort: Großbritannien (Yorkshire)
    Datenquelle: Kinder-Krebsregister Yorkshire

  • Kontrollgruppe
    in Yorkshire geboren; Auswahl: registerbezogen
    Matching: Geschlecht, Alter, Gebiet

Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 419656
Für die Analyse verfügbare Anzahl 374588

Statistische Auswertung mittels linearer Regression

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Nur 10 % der Fälle und Kontrollen haben in einer Entfernung von weniger als 100 m zu Hochspannungsfreileitungen gewohnt. 16 von 374 Fällen und 21 von 588 Kontrollen waren bei Magnetfeldstärken von mehr als 0,01 µT exponiert.
Insgesamt wurde kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Kinder-Krebs in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen mit beiden Methoden der Expositionsabschätzung gefunden. Die Autoren schlussfolgern, dass die Ergebnisse nicht auf einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Kinder-Krebs und sowohl der Entfernung zu als auch den Magnetfelderstärken von Hochspannungsfreileitungen hinweisen.

Einschränkungen (lt. Autor): Die Ergebnisse sind durch die geringe Zahl an Kindern, die in der Nähe zu Hochspannungsfreileitungen lebten, eingeschränkt aussagefähig.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • Central Electricity Generating Board (CEGB), UK
  • Electricity Council (later replaced by Electricity Association), UK
  • Oncology Research and Development Fund of the Leeds Western Health Authority Special Trustees, UK

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Glossar: 50/60 Hz, Diagnose, epidemiologische Studie, exponiert, Exposition, Expositionsabschätzung, Fall-Kontroll-Studie, Hirntumor, Hochspannungsfreileitungen, Inzidenz, Kindern, Krebs, Krebsregister, Leukämie im Kindesalter, linearer, Lymphom, magnetisches Feld, Matching, Niederspannungs, OR, Risiko, signifikant, statistisch, Wechselstrom, ZNS-Tumor

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