*Registrieren *Impressum *Kontakt
*Deutsche Version*English Version  
Schnellsuche:
Nicht angemeldet. [Anmelden

Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Magnetic fields and cancer in children residing near Swedish high-voltage power lines. epidemiol.

Magnetfelder und Krebs bei Kindern, die in der Nähe von schwedischen Hochspannungsfreileitungen wohnen.

Von: Feychting M, Ahlbom A
Erschienen in: Am J Epidemiol 1993; 138 (7): 467 - 481 ( Externe Webseite öffnen Volltext, Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
In einer bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie in Schweden wurde die Hypothese überprüft, dass die Exposition bei von Hochspannungsfreileitungen erzeugten Magnetfeldern die Krebs-Inzidenz im Kindesalter erhöht.
Hintergrund/weitere Details:
Die Exposition wurde durch Punkt-Messungen und durch Berechnung der Magnetfelder aufgrund von Informationen über die historische Ladungslast von Hochspannungsfreileitungen ermittelt.

Endpunkte/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels relativem Risiko (RR)

Exposition

  • magnetisches Feld, 50/60 Hz (Wechselstrom), Hochspannungsfreileitung, 220 und 400 kV
  • Art der Exposition: Wohnumfeld
  • Abschätzung mittels Messung (Punkt-Messungen: 4 mal 5 Minuten lang, alle 10 Sekunden)
  • Abschätzung mittels Berechnung (basierend auf Mast-Höhe, Abstand zwischen Masten, Abstand zwischen Leitungen, Anordnung von Leitungen und Leitungslast, Abstand zwischen Haus und Leitungen; Jahresdurchschnitt der Leitungslast von 1958-1985)
Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  magnetische Felder, berechnet: ≤ 0,09 µT 
Gruppe 2:  magnetische Felder, berechnet: 0,1-0,19 µT 
Gruppe 3:  magnetische Felder, berechnet: ≥ 0,2 µT 
Gruppe 4:  magnetische Felder, berechnet: 0,1-0,29 µT 
Gruppe 5:  magnetische Felder, berechnet: ≥ 0,3 µT 

Population


Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 142558
Für die Analyse verfügbare Anzahl 141554

Sonstiges: Studienbasis: 127 383 Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wohnen
Confounders: Luftverschmutzung (Stickstoffdioxid-Gehalt)

Statistisch signifikante Ergebnisse i

 Gruppe  Exposition  Endpunkt  Fälle  Kontrollen  Parameter (RR Konfidenzintervall 
3magnetische Felder, berechnet: ≥ 0,2 µTLeukämie7462,71,0-6,3
5magnetische Felder, berechnet: ≥ 0,3 µTLeukämie7323,81,4-9,3

Statistische Auswertung mittels konditionaler logistischer Regression (korrigiert für Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, Diagnosejahr, in Stockholm oder sonstwo wohnend, in Einfamilienhaus oder Wohnung)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Ein erhöhtes Risiko für Leukämie im Kindesalter und Exposition bei berechneten historischen Magnetfeldern über 0,2 µT wurde beobachtet. Es wurde kein Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen berechneten historischen Magnetfeldern und für alle Krebs-Arten insgesamt, für Zentralnervensystem-Tumor oder Lymphom gefunden.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • Association of Swedish Energy Distribution, Sweden
  • Swedish Council for Working Life and Social Research (FAS)
  • Swedish Electricians Union (SEF)/Association of Swedish Electric Utilities, Sweden
  • Swedish National Board for Industrial and Technical Development (NUTEK; former National Energy Administration), Sweden
  • Swedish National Grid (SweGrid), Sweden
  • Swedish Power Association, Sweden
  • Swedish Radiation Protection Authority (SSI)
  • Vattenfall, Sweden

Zu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: 50/60 Hz, bevölkerungsbezogen, Confounders, Diagnose, Endpunkt, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Hirntumor, Hochspannungsleitungen, Hypothese, Inzidenz, Kinder, konditionaler logistischer Regression, Konfidenzintervall, Krebs, Leukämie, Leukämie im Kindesalter, Lymphom, Magnetfeldern, Matching, Risiko, RR, sozioökonomischer Status, statistische, Wechselstrom, Zentralnervensystem-Tumor

© 1997 - 2013, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu - RWTH Aachen).

Der Inhalt des EMF-Portals darf weder kopiert, verändert, noch in irgendeiner Form, gleichgültig ob elektronisch oder auf anderen Medien, gespeichert werden. Er darf nur zur persönlichen Information verwendet werden. Ohne ausdrückliche, schriftliche Zustimmung des femu an der RWTH Aachen ist jegliche weitergehende Verwendung, insbesondere Veröffentlichung, Vervielfältigung, jede Form der gewerblichen Nutzung sowie Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder überarbeiteter Form - untersagt. Durch Abruf, Ansicht oder Ausdruck dieser Dokumente erklären Sie sich mit den im Kleingedruckten genannten Bedingungen ausdrücklich einverstanden.

 Druckansicht