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Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)

Sleep after mobile phone exposure in subjects with mobile phone-related symptoms. med./biol.

Schlaf nach Mobiltelefon-Exposition bei Testpersonen mit Handy-verbundenen Symptomen.

Von: Lowden A, Akerstedt T, Ingre M, Wiholm C, Hillert L, Kuster N, Nilsson JP, Arnetz B
Erschienen in: Bioelectromagnetics 2011; 32 (1): 4 - 14 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es sollten die Wirkungen einer Hochfrequenz-Exposition (GSM) auf die selbst-bewertete Schläfrigkeit und objektive EEG-Messgrößen in einer nicht-sensitiven Gruppe und einer sensitiven Gruppe (mit Symptomen in Verbindung mit der Handy-Nutzung) untersucht werden.
Hintergrund/weitere Details:
48 Testpersonen (durchschnittliches Alter: 28 Jahre; 27 Frauen, 21 Männer) wurden für drei Stunden (19:30-22:30; aktive oder Schein-Exposition) vor dem Schlaf exponiert. Die Test-Sessions waren wenigstens eine Woche voneinander getrennt. Die Mobilfunk-empfindliche Gruppe bestand aus 23 Testpersonen mit GSM-Mobilfunk-bezogenen Symptomen (15 Frauen) und die nicht-sensitive Gruppe ohne Symptome bestand aus 25 Testpersonen (12 Frauen).

Endpunkt

Exposition/Befeldung
Allgemeine Kategorie: Mobilkommunikationssystem, Mobiltelefon, GSM

FeldeigenschaftenParameter
884 MHz
amplitudenmoduliert, gepulst (PW)
Expositionsdauer: kontinuierlich für 3 h
SAR: 1,4 W/kg Durchschnitt über Zeit (10 g)
SAR: 1,95 W/kg Spitzenwert (10 g) (im Nicht-GSM-DTX Modus)
SAR: 1,8 W/kg Spitzenwert (1 g) (graue Substanz)
SAR: 0,2 W/kg räumlich gemittelt (1 g) (graue Substanz)
SAR: 0,18 W/kg räumlich gemittelt (1 g) (Thalamus)

FELD Detailliertere Expositionsparameter (in engl. Sprache) anschauen

Exponiertes System:
Mensch
Teilkörperexposition: Kopf (linke Seite)

Methoden
Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchung am lebenden Organismus
untersuchte Organsysteme: Sinnesorgane, Muskeln/Skelett, Gehirn/ZNS, Augen

Untersuchungszeitpunkt: nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die Ergebnisse zeigten, dass nach Exposition die Zeit in den Schlafstadien 3 und 4 (der sogenannte "Slow Wave-Schlaf", eine Tiefschlaf-Phase) um 9,5 Minuten (12% von insgesamt 78,6 Minuten) vermindert war und dass die Zeit im Schlafstadium 2 um 8,3 Minuten (4% von insgesamt 196,3 Minuten) erhöht war (im Vergleich zur Schein-Exposition). Ebenfalls war die Latenzzeit von Schlafstadium 3 nach Exposition um 4,8 Minuten verzögert.
Die spektrale Analyse der Leistungsdichte im EEG deutete während der ersten halben Stunde von Schlafstadium 2 auf eine verstärkte Aktivierung in den Frequenz-Bereichen 0,5-1,5 und 5,75-10,5 Hz hin, die Teilbereiche der Deltawellen-, Thetawellen- und Alphawellen-Frequenzbänder darstellen. Während der ersten Stunde von Schlafstadium 2 war die spektrale Leistungsdichte insbesondere im Frequenz-Bereich von 7,5-11,75 Hz erhöht. Während der zweiten Stunde von Schlafstadium 2 war die Aktivität innerhalb des Frequenz-Bereiches von 4.75-8.25 Hz erhöht. Es wurden keine ausgesprochenen Leistungs-Veränderungen im "Slow Wave-Schlaf" (Schlafstadien 3+4) oder in der dritten Stunde von Schlafstadium 2 beobachtet.
Es wurden keine Unterschiede zwischen den nicht-sensitiven Kontrollen und den sensitiven Testpersonen, die vorab über Mobilfunk-verbundene Symptomen berichteten, gefunden.
Die Ergebnisse bestätigen die Ergebnisse aus früheren Studien (siehe "Themenverwandte Artikel"), dass eine Hochfrequenz-Exposition die spektrale Leistungsdichte im Alphawellen-Bereich vom Schlaf-EEG erhöht und deuten auf eine moderate Störung des "Slow Wave-Schlafs" hin. Darüber hinaus spiegelten sich die vorab-berichteten Unterschiede in der Sensitivität gegenüber einer Handy-Nutzung nicht in den Schlaf-Parametern wider.

(Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie, Doppelblind-Studie)

Studie gefördert durch

  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium

Themenverwandte Artikel i
Glossar: Alphawellen, amplitudenmoduliert, Augen, Befeldung, biologische, Deltawellen, Doppelblind-Studie, EEG, EKG, EMG, Endpunkt, EOG, exponiert, Exposition, Fragebogen, Frequenz, Frequenzbänder, Gehirn, gepulst, Graue Substanz, Gray, GSM, GSM-DTX, Handy, Hochfrequenz, Hz, Latenzzeit, Leistungs, Leistungsdichte, Mensch, Mobilfunk, Modus, Muskeln, neurologische, Organismus, Polysomnographie, PW, SAR, Schein-Exposition, Schlaf, Schlafstadium, Sensitivität, Sessions, Sinnesorgane, Skelett, spektrale, spektrale Leistungsdichte, Symptomen, Teilkörperexposition, Testpersonen, Thalamus, Thetawellen, Voll-/Hauptstudie, ZNS

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