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Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)

The identification of an intensity 'window' on the bioeffects of mobile telephony radiation. med./biol.

Die Identifizierung eines Intensitäts-Fensters der Bioeffekte durch eine Handy-Befeldung.

Von: Panagopoulos DJ, Margaritis LH
Erschienen in: Int J Radiat Biol 2010; 86 (5): 358 - 366 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Redakteur)
Es sollte untersucht werden, ob der in einer vorherigen Studie festgestellte Fenstereffekt (verminderte Reproduktions-Vermögen von Insekten, siehe Panagopoulos 2010) aufgrund der Tatsache zustande gekommen ist, dass die Wellenlängen bei 900 MHz und 1800 MHz genauso lang waren wie die Abstände von der Antenne (33 cm bzw. 17 cm), wo der Fenstereffekt auftrat (30 cm bei 900 MHz und 20 cm bei 1800 MHz) oder aufgrund der Leistungsdichte von ca. 10 µW/cm².
Hintergrund/weitere Details:
Eine Gruppe Insekten wurde bei 900 MHz oder 1800 MHz mit Abständen von 30 bzw. 20 cm von der Antenne eines Mobiltelefons exponiert. Eine andere Gruppe wurde bei 8 cm bzw. 5 cm hinter einem metallischen Gitterrost exponiert, was sowohl die Mikrowellen-Befeldung abschirmt wie auch die extrem niederfrequenten elektrischen und magnetischen Felder beider Befeldungs-Typen und zwar in einer Weise, dass die Feldstärken zwischen den beiden Gruppen ungefähr gleich waren.
Es wurden fünf identische Experimente durchgeführt. Jede Gruppe bestand aus 10 weiblichen und 10 männlichen frisch geschlüpften Fliegen, die für die ersten 48 Stunden in separaten Fläschchen gehalten wurden. Nach den 48 Stunden, wenn sowohl die Männchen wie auch die Weibchen sexuell ausgereift waren, wurden sie zusammen in ein anderes Glasfläschchen überführt (10 Paare), wo sie sich paaren und für die nächsten 72 Stunden Eier ablegen konnten.

Endpunkt

Exposition/Befeldung
Allgemeine Kategorie: Mobilkommunikationssystem, Mobiltelefon, GSM, hochfrequentes Feld, elektrisches Feld, magnetisches Feld, niederfrequentes Feld

FeldeigenschaftenParameter
Feld 1: 900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 6 min/Tag an 5 Tagen
SAR: 0,89 W/kg Maximalwert (Herstellerinformation bezogen auf den menschlichen Kopf)
Leistungsflussdichte: 10 µW/cm² (+/- 3 µW/cm²)
elektrische Feldstärke: 0,61 V/m Durchschnitt über Zeit (+/- 0,11 V/m NF-Feld)
magnetische Flussdichte: 0,01 µT Durchschnitt über Zeit (+/- 0,002 µT NF-Feld)
Feld 2: 1800 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 6 min/Tag an 5 Tagen
SAR: 0,89 W/kg Maximalwert (Herstellerinformation bezogen auf den menschlichen Kopf)
Leistungsflussdichte: 11 µW/cm² (+/- 3 µW/cm²)
elektrische Feldstärke: 0,6 V/m Durchschnitt über Zeit (+/- 0,13 V/m NF-Feld)
magnetische Flussdichte: 0,009 µT Durchschnitt über Zeit (+/- 0,003 µT NF-Feld)
Feld 3: 900 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 6 min/Tag an 5 Tagen
SAR: 0,89 W/kg Maximalwert (Herstellerinformation bezogen auf den menschlichen Kopf)
Leistungsflussdichte: 10,1 µW/cm² (+/- 2,8 µW/cm²)
elektrische Feldstärke: 0,65 V/m Durchschnitt über Zeit (+/- 0,1 V/m NF-Feld)
magnetische Flussdichte: 0,012 µT Durchschnitt über Zeit (+/- 0,003 µT NF-Feld)
Feld 4: 1800 MHz
Expositionsdauer: kontinuierlich für 6 min/Tag an 5 Tagen
SAR: 0,89 W/kg Maximalwert (Herstellerinformation bezogen auf den menschlichen Kopf)
Leistungsflussdichte: 10,8 µW/cm² (+/- 3,2 µW/cm²)
elektrische Feldstärke: 0,66 V/m Durchschnitt über Zeit (+/- 0,12 V/m NF-Feld)
magnetische Flussdichte: 0,013 µT Durchschnitt über Zeit (+/- 0,002 µT NF-Feld)

FELD Detailliertere Expositionsparameter (in engl. Sprache) anschauen

Exponiertes System:
Wirbellose (Art/Stamm): Drosophila melanogaster/Oregon-R

Methoden
Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material: Puppen/gelegte Eier

Untersuchungszeitpunkt: nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die Abnahme des Reproduktions-Vermögens war zwischen den beiden Expositions-Gruppen nicht signifikant unterschiedlich und das Reproduktions-Vermögen der beiden exponierten Gruppen war, im Vergleich zu der schein-exponierten Gruppe, signifikant vermindert. Demzufolge ist der Fenstereffekt lediglich indirekt mit dem Abstand der Antenne verbunden; er scheint nicht mit der Wellenlänge (oder der Frequenz) der Befeldung verbunden zu sein. Das "Fenster" war direkt von der Stärke des Feldes abhängig, egal bei welchem Abstand der Antenne diese Stärke vorkommt.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Bioaktivitäts-Fenstereffekt aufgrund der Stärke des einfallenden Feldes (10 µW/cm², 0.6-0.7 V/m) bei 30 bzw. 20 cm von der Mobiltelefon-Antenne (GSM 900 bzw. 1800) zustande gekommen zu sein scheint.

(Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie)

Studie gefördert durch

  • nicht angegeben/keine Förderung

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Glossar: Antenne, Befeldung, biologische, Drosophila melanogaster, Elektrische Feldstärke, elektrischen, Elektrisches Feld, Endpunkt, exponierten, Expositions, extrem niederfrequenten, F1, Feldstärken, Fenstereffekt, Fortpflanzungssystem, Frequenz, GSM, GSM 900, hochfrequentes Feld, Larven, Leistungsdichte, magnetische Flussdichte, magnetischen Felder, menschlichen, MHz, Mikroskopie, Mikrowellen, Mobiltelefon, niederfrequentes Feld, Reproduktions, SAR, schein-exponierten, signifikant, Stamm, Voll-/Hauptstudie, Wellenlänge, Wirbellose

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