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Epidemiologische Studie (Querschnittsstudie)

Mobile telephone use is associated with changes in cognitive function in young adolescents. epidemiol.

Handy-Nutzung steht im Zusammenhang mit Veränderungen in der kognitiven Funktion bei Jugendlichen.

Von: Abramson MJ, Benke GP, Dimitriadis C, Inyang IO, Sim MR, Wolfe RS, Croft RJ
Erschienen in: Bioelectromagnetics 2009; 30 (8): 678 - 686 (PubMed | Journal-Webseite)

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es wurde die MoRPhEUS-Studie in Australien durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung und der kognitiven Funktion bei Jugendlichen zu untersuchen.
Hintergrund/weitere Details:
Die kognitive Funktion wurden mit Hilfe des computerbasierten psychometrischen CogHealth-Tests und des Stroop-Tests untersucht.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung


Exposition

Population
Studiengruppe: Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren
Gruppenmerkmale: Schüler der 7. Klasse in weiterführenden Schulen
Beobachtungszeitraum: 2005 - 2006
Studienort: Australien (Melbourne)
Ausschlusskriterien: Schüler mit kognitiver Störung und solche, die Medikamente mit bekannter Wirkung auf die kognitive Funktion einnehmen

Studiengröße i  
Gesamtanzahl 479
Teilnehmeranzahl 317
Teilnehmerrate 66%

Statistische Auswertung mittels multipler linearer Regressionsanalyse (korrigiert für Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, Herkunft (andere Sprachen als Englisch zu Hause gesprochen) und Händigkeit)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
299 Kinder (94 %) nutzten ein Mobiltelefon, und 243 Kinder (77 %) besaßen ein eigenes Mobiltelefon.
Schüler, die mehr Telefonate pro Woche angaben, wiesen eine kürzere Antwortzeit bei einfachen und assoziativen Lern-Aufgaben auf, jedoch weniger richtige Antworten bei den Aufgaben zu dem Arbeitsgedächtnis und dem assoziativen Lernen. Signal-Detektion und Bewegungs-Feststellung sowie -Abschätzung standen nicht im Zusammenhang mit der Zahl der Anrufe pro Woche. Schüler, die mehr Telefonate angaben, benötigten mehr Zeit im Stroop-Test. Gleiche Ergebnisse ergaben sich für die Gesamtzahl der SMS-Nachrichten pro Woche, was darauf hin deutet, dass die kognitiven Veränderungen nicht auf der hochfrequenten Exposition beruhen.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Mobiltelefon-Nutzung mit schnelleren und weniger richtigen Antworten auf schwierigere kognitive Aufgaben im Zusammenhang steht. Dieses Verhalten könnte durch das häufige Nutzen eines Mobiltelefons erlernt worden sein.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Querschnittsstudie)

Studie gefördert durch

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Glossar: Arbeitsgedächtnis, CogHealth-Tests, digitales, epidemiologische Studie, Exposition, Fragebogen, hochfrequenten, Händigkeit, Jugendlichen, Kinder, kognitive, Lern, linearer, Medikamente, Mobiltelefon, psychometrischen, Querschnittsstudie, Regressionsanalyse, Signal, SMS, sozioökonomischer Status, statistische, Stroop-Test, Verhalten
Exposition: Mobilkommunikationssystem, digitales Mobiltelefon, persönliches Umfeld

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