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Epidemiologische Studie (Kohortenstudie)

Prenatal and postnatal exposure to cell phone use and behavioral problems in children. epidemiol.

Pränatale und postnatale Exposition bei Mobiltelefon-Nutzung und Verhaltens-Probleme bei Kindern.

Von: Divan HA, Kheifets L, Obel C, Olsen J
Erschienen in: Epidemiology 2008; 19 (4): 523 - 529 (PubMed | Journal-Webseite)

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es wurde der Zusammenhang zwischen Mobiltelefon-Nutzung während der Schwangerschaft sowie in der frühen Kindheit und Verhaltens-Problemen bei Kindern in einer Kohortenstudie in Dänemark untersucht.
Hintergrund/weitere Details:
Die Verhaltens-Probleme bei den 7-jährigen Kindern wurden mit Hilfe eines Fragebogens zu Stärken und Schwächen erfasst. Die pränatale Exposition wird als Mobiltelefon-Nutzung durch die Mutter während der Schwangerschaft definiert, die postnatale Exposition als Mobiltelefon-Nutzung durch das Kind.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  keine pränatale Exposition 
Gruppe 2:  pränatale Exposition 
Referenzgruppe 3:  keine postnatale Exposition 
Gruppe 4:  postnatale Exposition 
Referenzgruppe 5:  keine prä- und postnatale Exposition 
Gruppe 6:  prä- und postnatale Exposition 
Referenzgruppe 7:  pränatale Exposition, Anzahl der Gespräche pro Tag: 0 - 1 
Gruppe 8:  pränatale Exposition, Anzahl der Gespräche pro Tag: 2 - 3 
Gruppe 9:  pränatale Exposition, Anzahl der Gespräche pro Tag: ≥ 4 
Referenzgruppe 10:  pränatale Exposition, Anteil der Anschaltdauer: 0 
Gruppe 11:  pränatale Exposition, Anteil der Anschaltdauer: < 50 
Gruppe 12:  pränatale Exposition, Anteil der Anschaltdauer: 50 - 99 
Gruppe 13:  pränatale Exposition, Anteil der Anschaltdauer: 100 

Population
Studiengruppe: Kinder und Kinder mit Exposition in utero im Alter von 7 Jahren
Gruppenmerkmale: Kohorte von Müttern und Neugeborenen, geboren zwischen 1997 und 1999, Follow-up im Alter von 7 Jahren
Beobachtungszeitraum: November 2006
Studienort: Dänemark
Datenquelle: dänische nationale Geburts-Kohorte

Weitere Parameter ermittelt durch Fragebogen (soziale Bedingung, Lebensstil der Familie, Kinderkrankheiten)

Studiengröße i Kohorte 
Teilnehmeranzahl 13 159
Teilnehmerrate 65%

Statistische Auswertung mittels logistischer Regression (korrigiert für Geschlecht, sozioökonomischer Status, Alter der Mutter, psychiatrische Erkrankung der Mutter und Rauchen während der Schwangerschaft)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Ca. 11 % der Kinder waren vor und nach der Geburt bei Mobiltelefonen exponiert, während fast die Hälfte der Kinder weder pränatal noch postnatal exponiert waren. Bei etwa 90 % der Kinder wurden keine Verhaltens-Probleme berichtet.
Die pränatale und postnatale Exposition bei Mobiltelefonen stand im Zusammenhang mit allgemeinen Verhaltens-Problemen bei den Kindern (OR 1,80; CI 1,45-2,23). Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Die beobachteten Zusammenhänge sind nicht notwendigerweise kausal und können auf anderen, in dieser Studie nicht untersuchten Faktoren beruhen.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Kohortenstudie)

Studie gefördert durch

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Glossar: CI, digitales, emotionale, epidemiologische Studie, Erkrankung, exponiert, Exposition, Follow-Up, Fragebogen, Hyperaktivität, in utero, Inzidenz, Kinder, Kohorte, Kohortenstudie, logistischer Regression, Mobiltelefonen, neugeborenen, OR, postnatal, pränatal, psychiatrische, Schnurlos-Telefonen, Schwangerschaft, sozioökonomischer Status, statistische, Verhaltens
Exposition: Mobilkommunikationssystem, digitales Mobiltelefon, persönliches Umfeld

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