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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Childhood cancer in relation to distance from high voltage power lines in England and Wales: a case-control study. epidemiol.

Krebs im Kindesalter im Zusammenhang zur Entfernung von Hochspannungsfreileitungen in England und Wales: eine Fall-Kontroll-Studie.

Von: Draper G, Vincent T, Kroll ME, Swanson J
Erschienen in: BMJ 2005; 330 (7503): 1290 - 1292 ( Externe Webseite öffnen Volltext, Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
Zur Untersuchung, ob es einen Zusammenhang zwischen der Entfernung der Wohnadresse bei Geburt zu Hochspannungsleitungen und der Inzidenz von Kinderkrebs gibt, wurde eine Fall-Kontroll-Studie in England und Wales durchgeführt.

Endpunkte/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels relativem Risiko (RR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Gruppe 1:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 0-49 Meter 
Gruppe 2:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 50-99 Meter 
Gruppe 3:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 100-199 Meter 
Gruppe 4:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 0-199 Meter 
Gruppe 5:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 200-299 Meter 
Gruppe 6:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 300-399 Meter 
Gruppe 7:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 400-499 Meter 
Gruppe 8:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 500-599 Meter 
Gruppe 9:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 200-599 Meter 
Referenzgruppe 10:  Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: ≥ 600 Meter 

Population

  • Fallgruppe
    Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren
    Diagnose: Krebs bei Kindern, die in den Jahren 1962-1995 geboren wurden
    Beobachtungszeitraum: 1962-1995
    Studienort: Großbritanien (England, Wales)
    Datenquelle: Nationales Kinderkrebsregister

  • Kontrollgruppe

    Matching: Geschlecht, Geburtsdatum innerhalb von 6 Monaten, Geburtsregisterbezirk, 1:1 (Fall:Kontrolle)

Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 33 000-
Für die Analyse verfügbare Anzahl 29 08129 081

Sonstiges: 9700 Leukämie-Fälle

Statistisch signifikante Ergebnisse i

 Gruppe  Exposition  Endpunkt  Fälle  Kontrollen  Parameter (RR
4Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 0-199 MeterLeukämie64391,7
9Abstand der Wohnadresse bei Geburt zur nächsten Hochspannungsleitung: 200-599 MeterLeukämie2582141,2

Statistische Auswertung mittels konditionaler logistischer Regression, Chi-Quadrat-Test

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
97 % der Fälle und der Kontrollen lebten zur Zeit der Geburt mehr als 600 Meter von der nächsten Hochspannungsleitung entfernt. Kinder, deren Adresse zum Zeitpunkt der Geburt weniger als 600 Meter von einer Hochspannungsleitung entfernt war, hatten ein erhöhtes Risiko für Leukämie. Für andere Kinderkrebsarten wurden keine erhöhten Risiken gefunden.

Einschränkungen (lt. Autor): Die Ergebnisse lassen sich durch keinen biologisch akzeptablen Mechanismus erklären. Der Zusammenhang könnte auf Zufall oder Confounding beruhen.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • Department of Health, UK
  • Scottish Executive/Scottish Ministers, UK
  • United Kingdom Department of Health Radiation Protection Programme

Zu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: 50/60 Hz, biologisch, Chi-Quadrat-Test, Confounding, Diagnose, Endpunkt, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Hirntumor, Hochspannungsleitung, Inzidenz, Kinder, konditionaler logistischer Regression, Krebs, Leukämie, Leukämie im Kindesalter, magnetisches Feld, Matching, Risiko, RR, statistische, Wechselstrom, ZNS-Tumor

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