Deutsch English 日本語
Medizinisch/biologische Studie (experimentelle Studie)

Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro. med./biol.

Nichtthermische DNA-Bruchstellen durch Handy-Befeldung (1800 MHz) in menschlichen Fibroblasten und in transformierten GFSH-R17 Granulosazellen der Ratte in vitro.

Von: Diem E, Schwarz C, Adlkofer F, Jahn O, Rüdiger H
Erschienen in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2005; 583 (2): 178 - 183 (PubMed | Journal-Webseite)

Ziel der Studie (lt. Autor)
Es sollte das genotoxische Potenzial eines hochfrequenten elektromagnetischen Feldes durch Untersuchung möglicher DNA-schädigender Wirkungen in verschiedenen Zell-Typen unter Verwendung eines neu entwickelten technisch ausgereiften Expositions-Systems (Publikation 7926) bestätigt oder widerlegt werden.
Information der Medizinischen Universität Wien vom 23.05.2008: Verdacht auf fehlerhafte Studie der ehemaligen Abteilung für Arbeitsmedizin und die Presseinformation Wissenschaft und Ethik.
In einer Stellungnahme der Österreichischen Kommission für Wissenschaftliche Integrität vom 23.11.2010 konnten die Fälschungsvorwürfe nicht verifiziert werden.
Hintergrund/weitere Details:
Die Arbeit ist Teil des REFLEX-Projektes (Risk Evaluation of Potential Environmental Hazards From Low Energy Electromagnetic Field Exposure Using Sensitive in vitro Methods), gefördert durch die Europäische Union.

Endpunkt

Exposition/Befeldung
Allgemeine Kategorie: Mobilkommunikationssystem, GSM

FeldeigenschaftenParameter
Feld 1: 1800 MHz
kontinuierliche Welle (CW)
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4, 16 und 24 h
SAR: 2 W/kg Mittelwert
Feld 2: 1800 MHz
kontinuierliche Welle (CW)
Expositionsdauer: intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 4, 16 und 24 h
SAR: 2 W/kg Mittelwert
Feld 3: 1800 MHz
gepulst (PW)
Expositionsdauer: intermittierend, 5 min an/10 min aus, für 4, 16 und 24 h
SAR: 2 W/kg Mittelwert
Feld 4: 1800 MHz
gepulst (PW)
Expositionsdauer: kontinuierlich für 4, 16 und 24 h
SAR: 1,2 W/kg Mittelwert

FELD Detailliertere Expositionsparameter (in engl. Sprache) anschauen

Exponiertes System:
intakte Zelle/Zellkultur (in vitro)
GFSH-R17 (transformierte Granulosazellen der Ratte) und menschliche diploide Fibroblasten

Methoden
Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes Material: DNA/RNA (in vitro), Zellsuspension

Untersuchungszeitpunkt: nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)
Die elektromagnetische Feld-Exposition (SAR 1.2 oder 2 W/kg; verschiedene Modulationen; während 4, 16 und 24 h; intermittierend oder kontinuierliche Welle) rief DNA-Einzelstrangbrüche und -Doppelstrangbrüche hervor. Die Ergebnisse waren nach 16 h Befeldung signifikant. Die Wirkungen traten (nach 16 h Befeldung) in beiden Zell-Typen und nach verschiedenen Modulationen auf. Die intermittierende Exposition zeigte eine stärkere Wirkung als die kontinuierliche Exposition.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der induzierte DNA-Schaden nicht auf thermischen Wirkungen beruhen kann.

(Studienmerkmale: medizinisch/biologische Studie, experimentelle Studie, Voll-/Hauptstudie)

Studie gefördert durch

Diese Studie wurde repliziert von iZu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: alkalischer, Befeldung, biologische, Comet-Assay, diploide, DNA, Doppelstrangbrüche, Einzelstrangbrüche, elektromagnetische Feld, Endpunkt, Exposition, Fibroblasten, Genotoxizität, gepulst, Granulosazellen, GSM, Hazards, hochfrequenten, induzierte, intermittierend, in vitro, kontinuierliche Welle, menschliche, Mittelwert, Modulationen, Mutation, neutraler, Potential, PW, Ratte, Reflex-Projektes, RNA, SAR, signifikant, thermischen Wirkungen, transformierte, Voll-/Hauptstudie, Zell, Zellkultur, Zellsuspension
Exposition: Mobilkommunikationssystem, GSM

Möchten Sie die Zusammenfassung des Artikels kommentieren?

Kommentar abgeben

 Druckansicht