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Epidemiologische Studie (Fall-Kontroll-Studie)

Long-term mobile phone use and brain tumor risk. epidemiol.

Langzeit-Mobiltelefon-Nutzung und das Risiko für Hirntumoren

Von: Lönn S, Ahlbom A, Hall P, Feychting M
Erschienen in: Am J Epidemiol 2005; 161 (6): 526 - 535 ( Externe Webseite öffnen PubMed Eintrag, Externe Webseite öffnen Journal Website )

Ziel der Studie (lt. Autor)
In dieser schwedischen, bevölkerungsbezogenen Fall-Kontroll-Studie wurde untersucht, ob langjährige Mobiltelefon-Nutzung das Risiko für Hirntumoren erhöht. Die Studie ist Teil des INTERPHONE-Projekts.
Hintergrund/weitere Details:
Regelmäßige Nutzung eines Mobiltelefons wurde als durchschnittlich einmal wöchentliche Nutzung wenigstens in den vergangenen 6 Monaten definiert.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Abschätzung der Inzidenz mittels Odds Ratio (OR)

Exposition

Expositionsgruppen:

Referenzgruppe 1:  nicht exponiert: keine oder seltene Nutzung 
Gruppe 2:  regelmäßige Nutzung 
Gruppe 3:  regelmäßige Nutzungsdauer < 5 Jahre 
Gruppe 4:  regelmäßige Nutzungsdauer 5-9 Jahre 
Gruppe 5:  regelmäßige Nutzungsdauer ≥ 10 Jahre 
Gruppe 6:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung < 5 Jahre 
Gruppe 7:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung 5-9 Jahre 
Gruppe 8:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung ≥ 10 Jahre 
Gruppe 9:  Gesamtdauer < 30 Stunden 
Gruppe 10:  Gesamtdauer 30-499 Stunden 
Gruppe 11:  Gesamtdauer ≥ 500 Stunden 
Gruppe 12:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, < 30 Stunden 
Gruppe 13:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, 30-499 Stunden 
Gruppe 14:  Gesamtdauer, bereinigt um Freisprechanlage-Nutzung, ≥ 500 Stunden 
Gruppe 15:  Gesamtzahl der Anrufe < 650 
Gruppe 16:  Gesamtzahl der Anrufe 650-8549 
Gruppe 17:  Gesamtzahl der Anrufe ≥ 8550 
Gruppe 18:  regelmäßige Nutzung eines digitalen Telefons  
Gruppe 19:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines digitalen Telefons < 5 Jahre 
Gruppe 20:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines digitalen Telefons ≥ 5 Jahre 
Gruppe 21:  regelmäßige Nutzung eines analogen Telefons  
Gruppe 22:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons < 5 Jahre 
Gruppe 23:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons 5-9 Jahre 
Gruppe 24:  Zeit seit erster regelmäßigen Nutzung eines analogen Telefons ≥ 10 Jahre 

Population

  • Fallgruppe
    Männer und Frauen im Alter von 20 bis 69 Jahren
    Diagnose: im Schädel gelegenes Gliom und Meningiom
    Beobachtungszeitraum: September 2000 - August 2002
    Studienort: Schweden (Umea, Stockholm, Göteborg, Lund)
    Datenquelle: regionale Krebsregister
    Ausschlusskriterien: Taubheit, fehlende intellektuelle oder Sprach-Fähigkeiten

  • Kontrollgruppe
    Auswahl: bevölkerungsbezogen
    Matching: Geschlecht, Alter, Gebiet
Weitere Parameter ermittelt durch Befragung (mögliche Risikofaktoren wie Familiengeschichte in Bezug auf Krebs, ionisierende Strahlung)

Studiengröße i Fälle  Kontrollen 
Anzahl geeignet 819956
Teilnehmeranzahl 644674
Teilnehmerrate 78%71%

Statistische Auswertung mittels unkonditionaler logistischer Regression (korrigiert für Alter, Geschlecht, Region, Bildung)

Ergebnisse/Schlussfolgerung (lt. Autor)
Es wurde kein erhöhtes Risiko für die gutartigen Hirntumor-Arten Gliom und Meningiom durch Mobiltelefon-Nutzung gefunden, unabhängig von der Tumor-Histologie, Telefontyp und Nutzungsdauer.

(Studienmerkmale: epidemiologische Studie, Fall-Kontroll-Studie)

Studie gefördert durch

  • European Union (EU)/European Commission
  • GSM Association, UK/Ireland
  • International Union against Cancer (UICC; Union Internationale Contre le Cancer), Switzerland
  • Mobile Manufacturers Forum (MMF), Belgium
  • Swedish Research Council (VR)

Zu diesem Artikel veröffentlichte Kommentare:Themenverwandte Artikel i
Glossar: analoges, bevölkerungsbezogen, DECT, Diagnose, digitales, epidemiologische Studie, Exposition, Fall-Kontroll-Studie, Gliom, GSM, gutartigen, Hirntumor, Histologie, Interphone-Projekts, Inzidenz, ionisierende Strahlung, Krebs, Krebsregister, Matching, Meningiom, Mobiltelefon, NMT, OR, Risiko, Risikofaktoren, Schädel, statistische, Tumor, unkonditionaler logistischer Regression

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