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Grundlagen
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Texte mit freundlicher Unterstützung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg LUBW. |
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Untersuchungen an Zellen und Tieren zu niederfrequenten FeldernEs wurden Untersuchungen durchgeführt, um zu klären, ob die bei akuten Wirkungen teilweise beobachteten Zell- und Membraneffekte möglicherweise eine Spätwirkung auf die Zelle oder den Gesamtorganismus haben. Einige Untersuchungen lassen dies vermuten, andere wiederum zeigten keine solche Wirkung.
Daneben gibt es auch eine große Anzahl von Untersuchungen an Zellen, Zellverbänden und Tieren, die auf langfristige Wirkungen durch schwache niederfrequente elektrische und magnetische Felder hinweisen. Der Vorteil von Versuchen an Zellen, Zellverbänden und Tieren gegenüber ethisch nicht vertretbaren direkten Untersuchungen am Menschen sind einerseits die relativ einfache Versuchsdurchführung, andererseits können gezielt solche Bedingungen untersucht werden, bei denen Gesundheitsschäden beim Menschen zu erwarten wären. Von Nachteil ist jedoch, dass die Ergebnisse sich oftmals nicht oder aber nur mit großen Unsicherheiten auf den Menschen übertragen lassen. So reagieren die Versuchstiere bei bestimmten Einwirkungen durch ihre andere Physiologie anders als der Mensch. Bei der Stärke der Einkopplung elektromagnetischer Felder in den Körper ist ferner der Einfluss der Körpergeometrie, also die Größe des Versuchstieres, zu beachten.
Untersuchungen einer Forschergruppe (Mevissen u.a., 1998) an Ratten haben einen Zusammenhang zwischen dem beschleunigtem Wachstum von (chemisch induzierten) Brusttumoren bei längerer Exposition in einem 50 Hz-Magnetfeld der Stärke 1 bis 100 µT gezeigt. Neben einer etwa linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung wurde dabei auch eine Reduktion des Melatoninspiegels im Blut der exponierten Tiere festgestellt. Diese Experimente wurden von anderen Forschergruppen (Anderson u.a., 1999) an wesentlich größeren Tiergruppen wiederholt, doch deren Ergebnisse zeigen keine Effekte. Der aufgestellte Zusammenhang muss deshalb als nicht hinreichend abgesichert angesehen werden. Auch bei anderen Krebsarten, wie z.B. Hauttumoren, sind die Ergebnisse über die Beeinflussung durch Magnetfelder im µT-Bereich widersprüchlich.
In den letzten Jahren wurden verstärkt Untersuchungen zur Beeinflussung des Melatoninspiegels beim Menschen durch die Einwirkung niederfrequenter elektromagnetischer Felder untersucht. Melatonin ist ein in der Zirbeldrüse des Gehirns produziertes Hormon, dem eine bedeutende Rolle bei der inneren Zeitsteuerung des Tag/Nacht-Rhythmus des Menschen zugesprochen wird. Neben dieser Funktion soll das Melatonin das Wachstum von östrogenabhängigen Tumoren, wie z.B. Brusttumoren, verlangsamen. Außerdem wird das Melatonin neben dem Vitamin E und anderen Substanzen zu den Fängern von so genannten "freien Radikalen" im Körper gezählt. Freie Radikale sind aggressive chemische Verbindungen, die wichtige Moleküle in den Körperzellen schädigen können. Dies kann zur Entstehung von Krebs führen bzw. dessen Entstehung begünstigen. In einigen Versuchen mit Ratten und Mäusen konnte gezeigt werden, dass die Melatoninausschüttung, die in der Nacht ihr Maximum erreicht, durch schwache niederfrequente Magnetfelder vermindert oder zumindest zeitlich verschoben werden kann. Bei anderen Tieren und beim Menschen konnten derartige Reaktionen allerdings nicht belegt werden. Darüber hinaus ist die Rolle des Melatonins im menschlichen Körper noch nicht vollständig geklärt. Glossar: 50 Hz, akuten, Blut, chemisch, Dosis-Wirkungs-Beziehung, elektrische, elektromagnetischer Felder, exponierten, Exposition, freie Radikale, Gehirns, Hormon, induzierten, Krebs, linearen, Magnetfeld, Melatonin, Mensch, Moleküle, niederfrequente, Physiologie, Ratten, Reduktion, Tiere, Tumoren, Vitamin E, Wachstum, Zell, Zirbeldrüse |
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