Zwischen dem Erdboden und der elektrisch gut leitfähigen Ionosphäre in ca. 70 km Höhe besteht eine Potentialdifferenz von bis zu 300 kV. Dadurch bildet sich ein statisches elektrisches Feld über der Erdoberfläche. Die Stärke des elektrostastischen Feldes der Erde ist von der Sonnenaktivität, der Leitfähigkeit der Luft, der Jahreszeit und dem Wetter abhängig. So ist zum Beispiel im Winter die Feldstärke mit ca. 270 V/m doppelt so groß wie im Sommer mit ca. 130 V/m. Bei Gewitter dagegen können über ebenem Gelände sogar Feldstärken von bis zu 20 kV/m auftreten, mit Spitzen (Blitzauslösung) von bis zu 300 kV/m.
Elektrisches Feld der Erde
Das statischeErdmagnetfeld, das die ganze Erde vom Südpol bis zum Nordpol umgibt, hat je nach geologischem Untergrund und Breitengrad eine magnetischeInduktion zwischen 30 und 60 µT. Zu diesem Erdmagnetfeld tragen in geringem Maße auch die etwa 1 Million Blitze bei, die pro Stunde auf der Erde entstehen. In unmittelbarer Nähe eines Blitzes können Flussdichten bis zu 1.000 µT auftreten.
Erdmagnetfeld
Natürliche elektromagnetische Felder treten in der Natur fast ausschließlich in Form von Wärme-, Licht- und ionisierender Strahlung auf, also im Bereich der sehr hohen Frequenzen. Als wichtigste natürliche Quelle strahlt die Sonne auf Grund ihrer hohen Oberflächentemperatur (ca. 6.000 ° C) sichtbares Licht, UV-Strahlung sowie ionisierende Strahlung auf die Erde ab. Die Erde hat mit durchschnittlich ca. 15 ° C im Vergleich zur Sonne eine weitaus niedrigere Oberflächentemperatur, weshalb sie ausschließlich langwellige Wärmestrahlung mit Wellenlängen von 10 bis 100 mm abstrahlen kann.