Der physikalische Begriff der elektromagnetischen Wellen bzw. Felder und Strahlen umfasst einen weiten Frequenzbereich. In einer groben Aufteilung wird der Bereich bis etwa 100 kHz als Niederfrequenz und der Bereich von 100 kHz bis 300 GHz als Hochfrequenz bezeichnet. Das Frequenzband von 30 kHz bis 300 MHz wird vielfach als Radiofrequenz, zusammengesetzt aus Langwellen (LW), Mittelwellen, Kurzwellen (KW) und Ultrakurzwellen (UKW), der Bereich von 300 MHz bis 300 GHz als Mikrowellen bezeichnet. Den Mikrowellenbereich nutzen z. B. Fernsehsender, Mobilfunk, Mikrowellenherde sowie Radarsender.
Die nichtionisierenden Felder und Wellen sind deutlich von den ionisierenden Strahlen zu unterscheiden. Die ionisierenden UV-, Röntgen- oder Gamma-Strahlen tragen eine hohe elementare Energie und können die Bindungen zwischen Atomen und Molekülen im Körper auflösen. Eine Schädigung durch solche Strahlen, die sich mit der Expositionszeit addieren, kann sogar Krebs auslösen. Im folgenden Text wird ausschließlich auf den Bereich der nichtionisierenden Felder eingegangen, die derartige Wirkungen im Körper nicht ausüben können. Zur Erläuterung der unterschiedlichen Wirkungsweisen dieser Felder ist eine weitere Einteilung in Gleichfelder, niederfrequente elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente elektromagnetische Felder erforderlich. Einige Quellen der unterschiedlichen Felder sind in der folgenden Abbildung symbolisch eingezeichnet.