Ein magnetisches Feld entsteht überall dort, wo elektrische Ladungen bewegt werden, d.h. wo ein elektrischer Strom fließt. Die Stärke des magnetischen Feldes wird in Stromstärke pro Meter [A/m] angegeben und als magnetische Feldstärke H bezeichnet. Im Gegensatz zur elektrischen Feldstärke E gibt die magnetische Feldstärke nicht die gesamte Kraftwirkung des Magnetfeldes wieder, da diese Kraftwirkung nicht nur von der Stromstärke, sondern auch vom Material abhängt, das vom Magnetfeld durchdrungen wird. Zur Beschreibung der Stärke des magnetischen Feldes verwendet man daher die magnetische Flussdichte B mit der Einheit Tesla [T]. Für die magnetische Flussdichte wird häufig auch der Begriff magnetische Induktion verwendet. Die magnetische Induktion ist mit der magnetischen Feldstärke über eine Materialkonstante direkt verknüpft (H = 1 A/m entspricht in Luft B = 1,257 mT).
Die Stärke des Magnetfeldes nimmt mit zunehmender Stromstärke zu und mit wachsendem Abstand von der Quelle ab. Als Beispiel für ein magnetisches Feld sind in der Abbildung die Magnetfeldlinien eines geraden, stromdurchflossenen Leiters dargestellt.
Magnetfeldlinien eines stromdurchflossenen Leiters
Das Magnetfeld hat im Gegensatz zum elektrischen Feld die Eigenschaft, dass es die meisten Materialien nahezu unvermindert durchdringt. Eine Abschirmung ist, wenn überhaupt, nur mit großem Aufwand und teuren Spezialwerkstoffen zu erreichen. Dagegen lässt sich in Abhängigkeit von der Art des jeweiligen Stromkreises eine mit zunehmender Entfernung von der Quelle deutliche Abnahme der magnetischen Feldstärke erreichen.
Abnahme des magnetischen Feldes mit der Entfernung für verschiedene Quellen