Neben den Herzschrittmachern gibt es noch eine ständig wachsende Anzahl weiterer elektronischer Implantate wie z.B. Insulinpumpen oder Nervenstimulatoren. Eine längere Störung dieser Implantate könnte zu nachhaltigen Folgen, wie zum Beispiel Bewusstlosigkeit nach Ausbleiben einer notwendigen Insulindosis, führen. Diese indirekte Beeinträchtigung des Organismus kann sogar mit einer Verzögerung nach einer längeren Exposition auftreten. In einem solchen Fall ist eine Zuordnung zur Störung sehr schwer nachvollziehbar. In wenigen Berichten wurde gezeigt, dass auch Insulinpumpen durch in der Nähe betriebene Handys, gestört werden können. Wegen der laufenden Entwicklung dieser und anderer Implantat-Systeme ist eine abschließende Beurteilung ihrer Störanfälligkeit nicht möglich. Für die Träger von Insulinpumpen und anderer elektronischer Implantaten werden deshalb vorsorglich die gleichen Sicherheitsmaßnahmen wie bei Herzschrittmacherträgern empfohlen, bis eine ausreichende Klärung der Störanfälligkeit ihrer Aggregate in den elektromagnetischen Feldern des Alltags erfolgt ist.