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Basics

This information is currently only available in German.

Texte mit freundlicher Unterstützung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg LUBW.

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Elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder im Alltag
 
- Einführung in die physikalischen Grundlagen
 
- Elektrische Felder
- Magnetische Felder
- Elektrische und magnetische Wechselfelder
- Elektromagnetische Felder und Strahlen
- Frequenzspektrum elektromagnetischer Felder
- Elektromagnetische Felder in der Umwelt des Menschen
 
- Ein kleiner geschichtlicher Rückblick
- Natürliche elektrische und magnetische Gleichfelder
- Technisch erzeugte elektrische und magnetische Gleichfelder
- Technisch erzeugte niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder
 
- Systeme der öffentlichen Stromversorgung
- Hochspannungsfreileitungen
- Bahnstromanlagen der Deutschen Bahn
- Haushalte
- Technisch erzeugte hochfrequente elektromagnetische Felder
- Biologische Wirkungen
 
- Akute Wirkungen niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder
 
- Wirkungen niederfrequenter elektrischer Felder
- Wirkungen niederfrequenter magnetischer Felder
- Indirekte Wirkungen niederfrequenter Felder
- Akute Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder
- Langzeitwirkungen elektromagnetischer Felder
 
- Epidemiologische Studien zu niederfrequenten Feldern
- Untersuchungen an Zellen und Tieren zu niederfrequenten Feldern
- Studien zu hochfrequenten Feldern
- Befindlichkeitsstörungen - Elektrosensibilität
- Beeinträchtigungen bei Patienten mit Implantaten und Körperhilfen
 
- Potentielle Störfelder im Alltag
- Herzschrittmacher
- Weitere elektronische Implantate
- Grenzwerte
 
- Empfehlungen in der Europäischen Union
- Regelungen in Deutschland
- Quellenverzeichnis

Herzschrittmacher

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In Deutschland gibt es über 200 000 Patienten, die auf einen implantierten elektronischen Herzschrittmacher zur Überwachung und Aufrechterhaltung ihrer Herzfunktion angewiesen sind. Dazu wird beim Patienten, meist unter dem rechten oder linken Brustmuskel, ein Herzschrittmacher implantiert, die Verbindung zum Herzen stellt eine isolierte Zuleitung mit einer Elektrode am Ende her.

Die kritischste Einkopplung der elektromagnetischen Felder erfolgt in der Zuleitung. Beim Überschreiten einer frequenz-, modulations- und herzschrittmacherabhängigen Schwelle kommt es zur Beeinflussung der Funktion des Herzschrittmachers. Die Bandbreite der möglichen Beeinflussung reicht von einer eher unbedeutenden einmaligen Intervallverlängerung bis hin zur Besorgnis erregenden Inhibition bzw. zum Rasen bei der Abgabe der Reizimpulse.

Insbesondere bei Patienten ohne eigenen Herzrhythmus (atrioventrikulärer oder AV-Block) können sich lebensbedrohliche Situationen entwickeln, wenn mehrere Schrittmacher-Reize ausbleiben. In der Praxis treten derartige Komplikationen jedoch äußerst selten auf. Häufiger gemeldet wurden Kreislaufbeeinträchtigungen bis hin zur Bewusstlosigkeit als Folge einer längeren Störbeeinflussung bei Patienten, die auf den Impuls des Herzschrittmachers angewiesen sind.

Abbildung Herzschrittmacher können durch nahe (weniger als 15 cm) betriebsbereite Handys gestört werdenHerzschrittmacher können durch nahe (weniger als 15 cm) betriebsbereite Handys gestört werden

Die Störempfindlichkeiten der einzelnen Herzschrittmachertypen sind sehr unterschiedlich, weshalb eine pauschale Festlegung der Störbereiche im Alltag nicht möglich ist Eine Störbeeinflussung kann durch groß ausgedehnte Felder mit einer magnetischen Flussdichte von mehr als 40 µT oder einer elektrischen Feldstärke über 5 kV/m im niederfrequenten Bereich bzw. durch starke hochfrequente Felder hervorgerufen werden. Der Schwellenwert von 40 µT ist als räumlicher Mittelwert über eine Fläche von 200 cm² ermittelt. Eine Reihe von Haushaltsgeräten erzeugt in deren unmittelbarer Umgebung punktuell stärkere Magnetfelder, die maßgeblichen räumlichen Mittelwerte liegen aber deutlich unterhalb von 40 µT.

In den Bereichen, die in der Tabelle über Feldbereiche möglicher Störungen von elektronischen Implantaten aufgeführt sind, ist für Herzschrittmacherpatienten Vorsicht geboten. Sie sollten daher entweder die Nähe solcher Einrichtungen meiden oder sie schnell passieren. Um Träger von Herzschrittmachern vor möglichen Gefahren zu warnen, werden öffentliche Bereiche häufig mit Warnschildern versehen.

Abbildung Warnschild Warnschild "Zugang für Träger von Herzschrittmachern untersagt"

Als Regel bei kleinen, aber stärkeren elektrischen Verbrauchern wie Bohrmaschine und Handy kann gelten, dass ein Abstand zwischen felderzeugendem Gerät und Herzschrittmacher von mindestens 15 cm eine Funktionsstörung des Implantates ausschließt.

In zahlreichen Untersuchungen wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Herzschrittmachermodelle auf ihre Beeinflussbarkeit durch körpernahe Mobilfunktelefone der gebräuchlichen D- und E-Netze getestet. Der Abstand, in dem es noch zu einer Beeinflussung kommt, kann abhängig vom Herzschrittmacher und vom verwendeten Netz, vom direkten Hautkontakt bis zu ca. 15 cm Abstand von der Brust betragen. Bei Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von 15 cm wurde keine Störung beobachtet.

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Glossary: AV, inhibition, modulations