Studientyp: Epidemiologische Studie (Beobachtungsstudie)

Severe cognitive dysfunction and occupational extremely low frequency magnetic field exposure among elderly Mexican Americans epidem.

[Schwere kognitive Funktionsstörung und berufliche Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern bei älteren mexikanischen Amerikanern]

Veröffentlicht in: Br J Med Med Res 2014; 4 (8): 1641-1662

Ziel der Studie (lt. Autor)

In einer bevölkerungsbezogenen Studie in den USA wurde der Zusammenhang zwischen einer schweren kognitiven Funktionsstörung und der beruflichen Exposition bei extrem niederfrequenten Magnetfeldern bei älteren mexikanischen Amerikanern untersucht.

Weitere Details

Kognitive Funktionsstörung wurde definiert als eine Punktzahl unter 10 im Mini-Mental-Status-Test.

Endpunkt/Art der Risikoabschätzung

Art der Abschätzung: (Odds Ratio (OR))

Exposition

Abschätzung

Expositionsgruppen

Gruppe Charakteristik
Referenzgruppe 1 mittlere berufliche Magnetfeld-Exposition < 0,2 µT oder zeitweise < 1 µT: niedrig
Gruppe 2 mittlere berufliche Magnetfeld-Exposition zwischen 0,2 µT und 1 µT oder zeitweise > 1 µT: mittel
Gruppe 3 mittlere berufliche Magnetfeld-Exposition > 1 µT oder zeitweise > 10 µT: hoch

Population

Studiengröße

Typ Wert
Teilnehmerzahl 3.050
Teilnehmerrate 85 %
Anzahl auswertbar 2.844
Statistische Analysemethode:

Ergebnisse (lt. Autor)

Insgesamt 91,8% der Studienteilnehmer hatten eine niedrige berufliche Magnetfeld-Exposition, 4,7% eine mittlere und 3,5% eine hohe Exposition. Rund 1,7% der 2873 Teilnehmer, die an einem Mini-Mental-Status-Test teilgenommen hatten, erreichten weniger als 10 Punkte.
Es wurde ein signifikant erhöhtes Risiko für schwere kognitive Funktionsstörung für hohe (Gruppe 2: OR 3,4; KI 1,3-8,9) sowie für 'mittlere und hohe' berufliche Exposition bei Magnetfeldern (Gruppe 2 + 3: OR 1.7, CI 0.7-4.1) beobachtet. Es wurde auch die Wechselwirkung zwischen Magnetfeld-Exposition und anderen möglichen Risikofaktoren untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Wechselwirkungen zwischen hoher und 'mittlerer und hoher' berufliche Exposition bei Magnetfeldern und Rauchen sowie Altersgruppe statistisch signifikant waren in Abhängigkeit davon, ob 2 (65-74 Jahre, ≥ 75 Jahre) oder beziehungsweise 3 Altersgruppen (65-74 Jahre, 75-84 Jahre, ≥ 85 Jahre) berücksichtigt wurden.
Die Autoren schlussfolgern, dass das Arbeiten in einem Beruf mit einer mittleren oder hohen Magnetfeld-Exposition das Risiko für schwere kognitive Funktionsstörung erhöhen könnte. Rauchen und höheres Alter könnten dabei die schädliche Wirkung einer beruflichen Magnetfeld-Exposition verstärken.

Studie gefördert durch

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