Studientyp: Medizinische/biologische Studie (experimentelle Studie)

Microsatellite analysis for determination of the mutagenicity of extremely low-frequency electromagnetic fields and ionising radiation in vitro med./bio.

[Mikrosatelliten-Analyse zur Bestimmung der Mutagenität extrem niederfrequenter elektromagnetischer Felder und ionisierender Strahlung in vitro]

Veröffentlicht in: Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen 2007; 626 (1-2): 34-41

Ziel der Studie (lt. Autor)

Diese in vitro-Studie wurde durchgeführt, um die mutagene Wirkung einer extrem niederfrequenten elektromagnetischen Befeldung auf menschlichen Gliom-Zellen zu untersuchen.

Hintergrund/weitere Details

Die mutagene Wirkung wurde mit der Mikrosatelliten-Analyse ermittelt.
Drei Arten der Mutationen wurden untersucht: 1.) Veränderung in der Allel-Größe, 2.) Verlust des heterozygoten Zustands (als Ergebnis einer Deletion in einer Zelle zum Zeitpunkt der Befeldung) und 3.) Ungleichgewicht der Allele (tritt nach mehreren Zell-Teilungen nach der Bestrahlung auf).
Die Zellen wurden nicht-exponiert (Kontrollgruppe), elektromagnetisches Feld-exponiert und ko-exponiert (elektromagnetisches Feld plus Gamma-Strahlung).

Endpunkt

Exposition/Befeldung (teilweise nur auf Englisch)

Exposition Parameter
Exposition 1: 50 Hz
Expositionsdauer: 12 h kontinuierlich

Allgemeine Informationen

cells were treated in the following ways: i) 0 Gy gamma-irradiation + EMF ii) 0.3 Gy gamma-irradiation + EMF iii) 3 Gy gamma-irradiation + EMF

Exposition 1

Hauptcharakteristika
Frequenz 50 Hz
Typ
Expositionsdauer 12 h kontinuierlich
Expositionsaufbau
Expositionsquelle
Aufbau 2 solenoids, 300 mm long with a diameter of 120 mm each, consisting of 400 turns of 1.5 mm copper wire with additional 52 turns of wire at either end of the coils, that could be energised seperately; uniformity of the field inside the solenoids > 99 %; cells placed in T25 flasks inside the solenoids
Schein-Exposition Eine Schein-Exposition wurde durchgeführt.
Parameter
Messgröße Wert Typ Methode Masse Bemerkungen
magnetische Flussdichte 1 mT - - - -

Exponiertes System:

Methoden Endpunkt/Messparameter/Methodik

Untersuchtes System:
Untersuchungszeitpunkt:
  • nach der Befeldung

Hauptergebnis der Studie (lt. Autor)

Die Zellen, die nur bei dem extrem niederfrequenten elektromagnetischen Feld (1mT, 50 Hz über 12 Stunden) exponiert wurden, zeigten im Vergleich zu der nicht-exponierten Kontrollgruppe einen 3,75-fachen Anstieg in der Induktion von Mutationen.
Bei Ko-Exposition wurde ein Anstieg der mutagenen Wirkung der 0,3 und 3 Gy Gamma-Strahlung beobachtet. Außerdem induzierte die Bestrahlung mit 0,3 Gy mehr Mutationen (>10 mal mehr pro Dosis-Einheit) als die Bestrahlung mit 3 Gy.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass ein extrem niederfrequentes elektromagnetisches Feld alleine mutagen wirkt. Es erhöht aber auch die Mutagenität von ionisierender Strahlung.

Studienmerkmale:

Studie gefördert durch

Themenverwandte Artikel